GOSPELS

Die Gospel-Musik ist aus den Spirituals der farbigen Amerikaner vom 16. bis 19. Jahrhundert in den Südstaaten Amerikas entstanden. Sie ist heute auch Bestandteil der europäischen Kirchenmusik und hat andere Musikgattungen, wie die Pop-Musik- beeinflusst. Die Gospel-Songs drücken vor allem die Liebe zu Gott aus. Doch es kommt auch die Liebe zum Leben und zu allen Menschen auf der Erde zum Ausdruck.

 

Das englische Wort Gospel ist eine Abkürzung für Good – Spell, also „Gute Nachricht“. Wir sagen auch „Frohe Nachricht“ und somit ist Gospel das englische Wort für Evangelium.

 

Das, was wir heute unter Gospelmusik verstehen, ist eine bluesbezogene und jazzige Weiterführung des Negrospirituals, die um das Jahr 1930 vor allem in den Städten der USA entstanden ist.

 

Während sich die Texte der Spirituals meistens auf das alte Testament beziehen, behandeln die Gospel-Songs überwiegend die Frohe Botschaft des Neuen Testamentes.

 

Der Ruf der schwarzen Sklaven nach Freiheit und Gerechtigkeit klingt heute noch in der Gospelmusik nach. Besonders die Spirituals, die volkstümlichen Lieder, wie „Nobody knows“ oder „Go down Moses“ sind bekannte Beispiele dafür. Einige der Lieder waren verschlüsselte Wegbeschreibungen für flüchtende Sklaven. Der „Jordan“ war zum Beispiel ein Synonym für den Ohio River, der Grenze zu den Staaten, in denen die Sklaverei verboten war.

 

In der modernen Gospelmusik (contemporary gospel) geht es um die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, doch auch andere Themen sind mit dazu gekommen, wie “Worship”, die Verehrung Gottes. Auch die Gospelszene der heutigen Zeit richtet einen Blick auf die Ungerechtigkeit in der Welt. Beispiele sind die Songs, die für den „Gospelday“ entstanden sind: „Let us stand“ und „We can move mountains“.